Alant

Alant – Beschreibung: Bei Alant handelt es sich um eine bis zu zwei Meter hohe mehrjährige krautige Pflanze mit auffälligen gelben Blütenköpfen. Sie erscheinen von Juli bis September. Die bis zu 50 cm langen Blätter sind auf der Unterseite mit Filzhaaren besetzt.

Inhaltsstoffe: Der starke Wurzelstock hat einen aromatischen Geruch. Er enthält viel Inulin, ein dem Fruchtzucker ähnliches Kohlehydrat.

Wirkung von Alant und Anwendung

Überwiegend verwendeter Teil ist die Wurzel (Helenii rhizoma). Er zählt zu den seit der Antike bekannten Heilpflanzen. Bei Theophrast, Dioskurides und Plinius wird „Helenion“ gegen

Alant Wirkung und Anwendung

Husten, Krämpfe, Blähungen und Magenschwäche empfohlen. Plinius erwähnt sogar, dass er den Alant mit Erfolg der Tochter des Kaiser Augustus, Julia Augusta, als Magenmittel verabreichte.

Im gesamten Mittelalter war Alant eine hochgeschätzte Heilpflanze, die besonders in Form des Alantweins als Allheilmittel galt, das auch „potio Paulina“ genannt wurde. Nicholas Culpeper In der Volksmedizin war Alant ebenfalls sehr beliebt und wurde bei Leiden wie Bronchialkatarrhen, Husten, Blähungen, Harnverhalten, Magen-Darm-Beschwerden, Gelbsucht und Würmer verwendet. Eine Salbe aus Alantwurzel und Schweineschmalz wurde äußerlich gegen Krätze, Geschwüre und Ekzeme benutzt.

In Siebenbürgen und im Spreewald wurde der Alant bei Brustbeschwerden wie Tabak geraucht.

Der Alant gilt heute vor allem als Hustenmittel. Der genaue Wirkeffekt konnte noch nicht geklärt werden. Es ist anzunehmen, dass die ätherischen Öle einen auswurffördernden und leicht krampflösenden Effekt haben.

Heilwirkung: Er wirkt Appetitlosigkeit, Erkrankungen der Atmungsorgane wie Chronische Bronchitis und Asthma, Herstellung von Diabetikernährmitteln und Wechseljahrsbeschwerden. Außerdem ist er wurmtreibend, Menstruations regelnd und Leber anregend.

Wie bei vielen Heilpflanzen ist auch beim Alant die Dosis entscheidend. Größere Mengen können zu Erbrechen, Durchfall, Krämpfen und Lähmungen führen.