Alpenveilchen

Alpenveilchen – Beschreibung: Das Europäische Alpenveilchen ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 5 bis 15 cm erreicht. Es besitzt eine im Boden liegende, kugelige Knolle als Überdauerungsorgan und wird daher zu den Knollengeophyten gezählt. Die Knolle bildet sich allein durch eine Verdickung des Hypokotyl – dem Sprossachsenbereich zwischen Wurzelhals und erstem Keimblatt. Deshalb bezeichnet man in der Botanik die Knolle des Alpenveilchens als Hypokotylknolle. Ebenso wie das Alpenveilchen bildet zum Beispiel auch der Winterling eine ausdauernde Hypokotylknolle aus.

Blatt- und Blütenstiele sowie der Kelch sind behaart. Die grundständigen Laubblätter sind lang gestielt, nieren- bis herzförmig mit abgerundeten Lappen. Die Oberseite der Blattspreite ist meist dunkelgrün mit helleren Flecken und Streifen, die Unterseite rötlich.

Die duftenden Blüten stehen nickend an einem langen Stiel, der zur Fruchtzeit spiralig eingerollt ist. Die Kelchblätter sind eiförmig gezähnt. Die Krone ist karminrot, am Schlundeingang zur vier bis acht mm langen Röhre dunkler rot, mit 15 bis 25 mm langen, zurückgeschlagenen Kronzipfeln.

Blütezeit ist von Juni bis September.

Alpenveilchen Wirkung und AnwendungInhaltsstoffe: Die Pflanze ist durch ätherische Öle wohlriechend. Die Knolle ist durch Saponine (Cyclamin) stark giftig, für den Menschen sollen schon 10 g tödlich sein. Für Schweine nicht, für Fische jedoch sehr giftig. Die als Topfpflanzen gezogenen Alpenveilchen gehen auf die Art Cyclamen persicum zurück.

Wirkung von Alpenveilchen und Anwendung

Es handelt sich hierbei um eine alte Volksarzneipflanze, die noch heute in der Homöopathie Verwendung findet. Das Alpenveilchen findet in der Homöopathie Anwendung bei Migräne, Rheuma, Arthritis, bei Koliken und bei Hämorrhoiden.

Hinweise: Vergiftungen kamen früher häufig durch falsche Anwendung in der Volksheilkunde vor. Die ersten Symptome werden schon nach der Aufnahme von 0,3 g beobachtet. Dabei kommt es zunächst zu Kratzen im Mund, zu Übelkeit und Reizungen von Magen- und Darm. Nach der Aufnahme größerer Mengen erfolgt Brechdurchfall, Schwindel, Fieber und auch Krämpfe; selbst der Tod ist bei entsprechender Vergiftung nicht ausgeschlossen, er tritt durch Atemlähmung ein.