Dill

Dill – Beschreibung: Vor allem als Würzkraut für Gurken und Salate ist uns der Dill bekannt. Die einjährige Pflanze kann in Kulturform (ssp. graveolens) bis zu 1 m hoch werden. Die gelben Blüten stehen in Dolden, die einen Durchmesser von bis zu 15 cm aufweisen. Die eiförmig bis runden Früchte werden bis zu 5 mm lang und sind leicht spaltbar. Auch bekannt als Dillkraut.

Inhaltsstoffe: Dill enthält Ätherisches Öl (Frucht: Carvon, Limonen, Anethofuran, Myrcen, Carveol, Dihydrocarvon; Kraut: Limonen, Anethofuran; Wurzel: Dillapiol, Apiol), fettes Öl und Spuren von Bergapten, den Cumarinen Scopoletin und Umbelliferon, weiterhin Aesculetin, Umbelliprenin, Kaffee-, Ferula- und Chlorogensäure, Vicenin.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Samen.

Dill Wirkung und AnwendungWirkung von Dill und Anwendung: Als Gewürz wird der geschmacklich mit Anis und Kümmel verwandte Dill heute in ganz Europa verwendet, unter anderem zur Verfeinerung von Salaten, Saucen oder Fischgerichten, zur Herstellung von Kräuteressig oder für die Konservierung von Gemüse (eingelegte Gurken). Dabei werden sowohl die getrockneten Früchte als auch das frische oder getrocknete Kraut genutzt. In Österreich reicht man oft Dillkartoffeln zu verschiedenen Fischgerichten.

Aufgrund seiner Wirkungen wird Dill aber auch als Heilpflanze verwendet. In der Pharmazie wird der Dill auch Fructus Anethi genannt. Die ätherischen Öle des Dills wirken appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösend und nervenberuhigend. Dill beugt Infektionen vor und stärkt das Immunsystem und wirkt bei Verdauungsstörungen wie Magenverstimmungen, Koliken, Blähungen (besonders in Mitteln gegen Bauchschmerzen bei Kleinkindern).

Heilwirkung: Dill hilft bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Gebärmutterkrämpfe, Geschwüre, Hämorrhoiden, Magenbeschwerden, Milchfördernd, Verdauung, Menstruationsbeschwerden, Bauchschmerzen bei Kleinstkindern, Koliken und Schlaflosigkeit.