Engelwurz / Angelika

Engelwurz / Angelika – Beschreibung: Die schnellwachsende, zweijährige Pflanze wird bis zu 2 Meter hoch und hat tief eingeschnittene, hellgrüne Blätter. Im Spätsommer bringt sie Dolden mit kleinen, hellgrünen Blüten hervor. Die Art wächst sowohl im Schatten wie auch in der Sonne. Sie sollte jedoch vor Wind geschützt werden. Der Echten Engelwurz ähnlich ist die bei uns häufigere Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris). Verwechslungsgefahr besteht mit dem giftigen Wasserschierling (Cicuta virosa).

Inhaltsstoffe: Als Inhaltsstoffe treten ein ätherisches Öl (vorwiegend aus Terpenen bestehend), Bitterstoffe, Gerbstoffe, Harz und organische Säuren auf. Die Berührung mit dem Kraut kann zu ‚chemischen Brandwunden‘ führen – ab Mai enthält die Pflanze phototoxische Furocumarine, die eine Dermatitis (Photodermatitis, Berloque-Dermatitis) hervorrufen können.

Wirkung von Engelwurz und Anwendung: In der Volksmedizin wurde Engelwurz als Gegenmittel gegen Tollkirschenvergiftung eingesetzt. Sie sollte aber auch bei Alkoholvergiftung wirken.

Engelwurz / Angelika Wirkung und AnwendungEngelwurz gilt nach wie vor als Universalheilmittel, das antibakteriell wirkt und auch gegen Schimmelpilze hilft. Arzneilich am wirksamsten sind die Wurzeln (Rad. angelicae). Der Tee hilft bei Magen-Darm-Problemen, Rheuma und Bronchitis und wird wie folgt zubereitet. Einen gehäuften Teelöffel fein geschnittener Droge mit kochendem Wasser überbrühen und bedeckt 10 Minuten ziehen lassen. Bei Appetitmangel mit Honig gesüßt vor den Mahlzeiten eine Tasse warm trinken, bei Blähungen etc. ungesüßt. Die Wurzel regt außerdem die Lebertätigkeit an. Ihre Wirkung bei Blähungen hat ihr in einigen Gegenden auch den spöttischen Namen „Engelpfurz“ zugeführt.

Für einen Tee nimmt man einen halben Teelöffel trockene Wurzel auf eine Tasse Wasser. Der Tee wird kalt angesetzt, dann kurz aufgekocht und fünf Minuten ziehen gelassen. Davon trinkt man täglich bis zu zwei Tassen.

Verwendete Pflanzenteile: Getrocknete Wurzeln und Wurzelstöcke von Angelica archangelica.

Hinweise: Nicht anwenden bei Diabetis und während der Schwangerschaft. Nicht anwenden bei Magen- oder Darmgeschwüren, da die Engelwurz die Säureproduktion anregt. Angelikawurzel regt die Säureproduktion an und sollte daher nicht bei Magen- oder Darmgeschwürden verwendet werden.