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Heilpflanzen & Heilkräuter: Gänsefingerkraut

Gänsefingerkraut Wirkung und Anwendung

Heilfplanzen: Gänsefingerkraut, Wirkung, Beschreibung, Inhaltsstoffe, Verwendete Pflanzenteile, Heilwirkung, Anwendung, Potentilla anserina

Gänsefingerkraut (Potentilla anserina) - Beschreibung: Das Gänse-Fingerkraut ist eine kriechende, mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von nur etwa 15 Zentimetern erreicht. Sie bildet ein bis zu 20 cm langes Rhizom aus. Aus den Blattachseln sprießen Ausläufer, die an den Knoten Blattrosetten tragen und Wurzeln treiben. Die gestielten Grundblätter sind 7- bis 21-zählig und unterbrochen gefiedert. Die Blättchen sind auf der Oberseite spärlich behaart, auf der Unterseite silbrig seidenhaarig. Die leuchtend gelben Blüten sind radiärsymmetrisch und zwittrig. Je Blüte entstehen zahlreiche einsamige Nüsschen, die sich bei der Reife vom kegeligen Blütenboden ablösen.

Inhaltsstoffe: Gänsefingerkraut enthält als therapeutisch wirksame Inhaltsstoffe vor allem Gerbstoffe, Bitterstoffe, Schleimstoffe, Flavonoide und Cholin. Außerdem Gerbsäure und Glykoside.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut und Wurzeln.

Wirkung von Gänsefingerkraut und Anwendung: Das Gänsefingerkraut ist erst seit relativ kurzer Zeit als Heilpflanze in Verwendung in der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde). Erst im ausgehenden Mittelalter findet es erste Erwähnung in Kräuterbüchern als hilfreich bei Durchfall, Blutungen und Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches. Die Volksmedizin setzt das Krampfkraut generell bei krampfartigen Beschwerden, auch der glatten Muskulatur (z.B. Wadenkrämpfe), ein.

Wissenschaftlich anerkannt ist inzwischen die innerliche Anwendung von Gänse-Fingerkraut zur unterstützenden Behandlung von unspezifischen Durchfallerkrankungen mit krampfartigen Beschwerden, anderen Bauch- und Unterleibsschmerzen mit Krämpfen und bei Menstruationsbeschwerden.

Gesammelt und getrocknet zu Heilzwecken verwendet werden die Blätter während der Blütezeit von Mai bis August. Für einen Tee übergießt man zwei Teelöffel getrocknetes Kraut mit 250 ml kochendem Wasser und lässt den Aufguss 10 Minuten ziehen. Die Volksmedizin kennt auch das Kauen der Wurzel, z.B. bei Zahnfleischentzündung. Trockenextrakt aus Gänse-Fingerkraut ist heute in standardisierten Arzneien wie Dragées und Teemischungen in der Apotheke erhältlich.

Heilwirkung: Gänsefingerkraut wirkt entzündungshemmend, beruhigend, adstringierend, antibakteriell, blutstillend, entspannend, harntreibend, krampflösend und hilft bei Durchfall, krampfartigen Beschwerden (auch Wadenkrämpfe), Menstruationsbeschwerden, Asthma, Keuchhusten, Halsentzündung, Magen- und Darmschleimhautentzündungen, Epilepsie, Hämorrhoiden, Schmerzhafte Periode, Weissfluss, Wundheilung, Pickel, Furunkel und Sonnenbrand.