Hauswurz

Hauswurz (Sempervivum tectorum) – Beschreibung: Die Hauswurz ist eine mehrjährige, immergrüne, sukkulente Pflanze. Die Dach-Hauswurz ist eine klein- bis großrosettige Blattsukkulente mit trübroten bis weißlich-roten, mitunter verkümmerten Blüten. Sie ist sehr variabel in Rosettengröße und Rosettenfärbung. Sie besitzt ein großes Verbreitungsgebiet, wird oft kultiviert und kommt auch verwildert vor.

Inhaltsstoffe: Hauswurz enthält Gerbstoffe und Schleimstoffe.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter.

Hauswurz Wirkung und Anwendung: Die heimische Hauswurz hat die gleichen Indikationen wie Aloe vera, als Sonnenschutz und Feuchtigkeitsspender.

Besonders der Saft der dickfleischigen Blätter wurde lange Zeit als heilkräftig angesehen, mitunter sieht man dies heute noch so. Der aus den Blättern gewonnene Saft wurde und wird von manchen gegen trockene, rissige Haut, Ekzeme und gegen Verbrennungen verwendet. Hauswurz Wirkung und AnwendungWichtige Inhaltsstoffe sind Gerbstoffe und Schleimstoffe. In der Volksmedizin wird der frische Saft aus den Blättern äußerlich zur Linderung von Insekten-Stichen, bei Geschwüren, schlecht heilenden Wunden, Warzen, Hühneraugen und gegen Ohrenschmerzen angewendet. Mit Wasser vermischt und innerlich eingenommen dient es als Durst stillendes Getränk bei Fieber. Auf Wunden und Quetschungen solle man geschälte Hauswurz-Blätter legen, einen Brei aus geschälten Hauswurz-Blättern lege man gegen Kopfschmerzen auf die Stirn.

Früher hieß es, dass der Saft die Haut schön mache und Sommersprossen vertreibe. Von einem auf die Haut applizierten Gemisch aus Hauswurzsaft, Gummi, rotem Arsenik und Alaun hieß es, man könne unter seiner Protektion glühendes Eisen anfassen. Hildegard von Bingen merkte an, dass Hauswurz-Genuss bei Mann wie bei Frau Begierde entbrennen lasse. Für zeugungsunfähige Männer aber empfahl sie in Ziegenmilch eingelegte Hauswurz. Bei Taubheit solle man Hauswurz-Saft zusammen mit Frauenmilch ins Ohr träufeln.

Auch in der Homöopathie findet die Hauswurz Verwendung. Man benutzt dazu frische, vor der Beginn der Blüte gesammelte, oberirdische Teile der Pflanze.

Heilwirkung: Hauswurz hilft gegen trockene, rissige Haut, Ekzeme und gegen Verbrennungen, bei Geschwüren, schlecht heilenden Wunden, Warzen, Gicht (äusserlich), Gebärmutterneuralgie, Hämorrhoiden, Quetschungen, Brandwunden, Entzündungen, Hühneraugen und gegen Ohrenschmerzen.