Mariendistel Wirkung und Anwendung

Mariendistel (Silybum marianum) – Beschreibung: Diese bis zu 150 cm große krautige Pflanze stammt ursprünglich aus Südeuropa, Südrußland, Kleinasien und Nordafrika. Man erkennt Sie an ihren großen, grün weiß marmorierten Blättern, die dornig gezähnt sind.

Inhaltsstoffe: Mariendistel enthält Silibinin, Silymarin, ätherische Öle, Bitterstoffe, Biogene Amine, Flavonoide, Gerbstoff, Farbstoffe.

Verwendete Pflanzenteile: Mariendistelfrüchte und Kraut.

Mariendistel Wirkung und Anwendung

In der evidenzbasierten Medizin werden Lebervergiftungen (beispielsweise durch den Verzehr von Knollenblätterpilzen hervorgerufen) mit Silibinin, das aus den Früchten der Distel gewonnen wird, behandelt. Sylimarin verändert die Struktur der äußeren Zellmembran der Hepatozyten derart, dass Lebergifte nicht in das Zellinnere eindringen können. Sylimarin stimuliert die Aktivität der nukleolären Polymerase A, so dass es zur gesteigerten ribosomalen Proteinsynthese kommt. Dadurch wird die Regeneration der Leber erhöht.

In klinischen Studien zeigten sich auch Erfolge bei der Prävention von Haut- und Prostatakrebs, was mit der antioxidativen Wirkung begründet wird.

Mariendistel kann man innerlich, als Tee (Mariendisteltee) gegen Leberprobleme und Hepatitis einsetzen.

Mariendistel Heilwirkung

Mariendistel wirkt leberschützend, leberstärkend, entgiftend, adstringierend, anregend, tonisierend und hilft hauptsächlich bei Lebererkrankungen, außerdem bei Gallenbeschwerden, Hepatitis, Reisekrankheit, Magen- und Darmbeschwerden, Migräne, Reisekrankheit, evtl. Trigeminusneuralgie, Krampfadern, Pfortaderstauung.

Mariendistel Nebenwirkungen: Mariendistel enthält Silymarin und es kann in Einzelfällen leicht abführend wirken. Über mögliche Nebenwirkungen in der Stillphase liegen keine Daten vor.