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Heilpflanzen und Heilkräuter: Mönchspfeffer

Mönchspfeffer Wirkung und Anwendung

Heilfplanzen: Mönchspfeffer, Wirkung, Beschreibung, Inhaltsstoffe, Verwendete Pflanzenteile, Heilwirkung, Anwendung, Vitex agnus-castus

Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) - Beschreibung: Der Strauch kann eine Höhe bis zu vier Metern erreichen und hat hellbraune Zweige. Die Blätter stehen kreuzweise gegenständig und sind handförmig fünf- bis siebenzählig. Die Blüten sind klein, bestehen aus dichten endständigen Blütenständen und haben eine violette, blaue, rosa oder weiße Farbe. Optisch ist er dem Hanf sehr ähnlich, weshalb es leicht zu Verwechselungen kommen kann. Die fleischigen rotschwarzen Früchte wurden als Gewürz und Anaphrodisiakum verwendet. Die Frucht besteht aus einer viersamigen Scheinbeere.

Inhaltsstoffe: Mönchspfeffer enthält ätherisches und fettes Öl, Iridoidglykoside, Casticin, Flavonoide, Aucubin, Agnusid.

Verwendete Pflanzenteile: Früchte und Blätter.

Wirkung von Mönchspfeffer und Anwendung: Mönchspfeffer ist eine Heilpflanze, die zur Behandlung des Prämenstruellen Syndroms beziehungsweise für die Linderung von Wechseljahrbeschwerden eingesetzt wird. Sie fördert auch die Hormonregulation bei unregelmäßigem Zyklus.

Da der Mönchspfeffer auch die Bildung der Gelbkörperhormone fördert, werden die entsprechenden Arzneimittel mit zum Teil belegbaren Erfolgen auch bei Unfruchtbarkeit infolge von Gelbkörperinsuffizienz oder erhöhten Gelbkörperspiegeln angewendet. Die Anwendung erfolgt durchgehend (1. und 2. Zyklushälfte) mit industriell hergestellten und daher standardisierten Dosierungen.

Als Nebenwirkung kann es zu Juckreiz kommen, auch kommt es durch die gestagenartige Wirkung häufig zu einer Verlängerung der Follikularphase, so dass der Nutzen bei verlängerten Zyklen diskutabel ist. Mönchspfeffer sollte nur angewendet werden bei erwiesener Lutealinsuffizienz oder regelmäßig sehr kurzen Zyklen von weniger als 21 Tagen.

Heilwirkung: Mönchspfeffer hilft bei Menstruationsstörungen, Premenstruellem Syndrom, Hodenentzündung, Prostataentzündung, Hyperprolaktinämie, Blutungsstörungen und Wechseljahresbeschwerden, außerdem fördert es die Hormon Regulation bei unregelmäßigem Zyklus.