Mutterkraut Wirkung und Anwendung

Mutterkraut (Tanacetum parthenium) – Beschreibung: Das Mutterkraut ist mehrjährige, etwa 60 Zentimeter hoch und riecht stark aromatisch. Der Stängel ist gerippt und oben verzweigt. Die Blätter sind zart, hellgrün, fast unbehaart, eiförmig und dabei gefiedert bis fiederspaltig. Die Blütenköpfchen sind meist gefüllt, 13 bis 22 Millimeter im Durchmesser und stehen zu fünf bis 30 in lockeren Doldenrispen. Die Zungenblüten sind weiß, die Röhrenblüten gelb; sie erinnern ein wenig an die Kamille.

Inhaltsstoffe: Mutterkraut enthält ätherischen Öl, Campher, Gerbstoff, Borneol, Kampfer, Carvacrol, Sabinol, Santamarin, Thymol, Sesquiterpenlactone und Flavonoide.

Verwendete Pflanzenteile: Kraut (getrockneten oberirdischen Pflanzenteile).

Wirkung von Mutterkraut und Anwendung

Die Blätter des Mutterkrauts vermindern nachweislich das Auftreten von Migräneanfällen, wenn sie über Wochen regelmäßig prophylaktisch eingenommen werden.

Sie sollen außerdem anregend, verdauungsfördernd und beruhigend wirken und Parasiten im Darm bekämpfen. Äußerlich angewendet sollen sie auch gegen Hauteiterungen helfen und Insekten abwehren.

Die enthaltenen Parthenolide hemmen die Bildung von Prostaglandinen und wirken auf das Serotonin. Sie werden neuerdings auch als mögliche Grundlage eines neuen Medikamentes gegen Leukämie angesehen.

Wenn man direkt nach einer Entbindung Mutterkrauttee trinkt, wird der Uterus stimuliert.

Mutterkraut Heilwirkung

Mutterkraut wirkt anregend, entzündungshemmend, beruhigend, krampflösend, verdauungsfördernd und hilft bei Kopfschmerzen, Migräne, Erkältungen, Husten, Asthma, Rheuma, Gicht, Depressionen, Fieber, Magenschwäche, Blähungen, Verstopfung, Gelenkentzündungen.

Mutterkraut Nebenwirkungen: Das Mutterkraut kann beträchtliche Neben­wirkungen haben, wie Mundge­schwüre, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und Haut­ausschläge.

Nicht bei Allergien gegen Mutterkraut oder andere Korbblütler anwenden. In seltenen Fällen können allergische Hautreaktionen (Kontaktdermatitis) an Mund und Zunge auftreten, dann sollte auf eine weitere Einnahme verzichtet werden. Mutterkraut nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit einsetzen und aufgrund mangelnder Untersuchungen auch nicht bei Kindern unter 12 Jahren verwenden.