Schafgarbe Wirkung und Anwendung

Schafgarbe (Achillea millefolium) – Beschreibung: Die Schafgarbe ist eine häufige Pflanze der Acker-, Weg- und Wiesenränder. Sie ist eine ausdauernde, krautige oder halbstrauchige Pflanze, die eine Wuchshöhe von sieben bis 70 (100) Zentimetern erreichen. Das Rhizom ist dünn und waagrecht. Es bildet bis zu 50 Zentimeter lange unter- oder oberirdische Ausläufer mit sterilen Trieben. Die Blätter sind zwei bis drei- (vier-)fach fiederteilig und haben über 15 Fiederpaare erster Ordnung.

Der Hauptschirm ist weniger dicht und nie von seitlichen Schirmkorbrispen übergipfelt. Er hat einen Durchmesser von vier bis 15 Zentimetern. Die Internodien in der Stängelmitte sind sehr selten verkürzt.

Inhaltsstoffe: Schafgarbe enthält Alkaloide, Cumarine, Flavonoide, Azulen, Eukalyptol, Bitterstoffe, antibiotische Substanzen, Gerbstoffe, Salicylsäure, Triterpene und ätherische Öle.

Verwendete Pflanzenteile: Kraut und Blüten.

Wirkung von Schafgarbe und Anwendung: Schafgarbe wird als Gewürz- und Arzneipflanze verwendet, das Kraut heißt als Droge „Herba Millefolii“.

Als Heilpflanze werden das Schafgarbenkraut und die Blüten der Gemeinen Schafgarbe verwendet. Alternativnamen sind Blutstillkraut und Wundkraut sowie Zimmermannskraut, was auf ihre blutstillende Wirkung hinweist. Der Name Achillea millefolium leitet sich von dem Kriegshelden Achilles ab, der vor Troja die frischen Kriegswunden eines Kampfgefährten mit Schafgarbe behandelt haben soll.

Heute hilft Schafgarbentee hauptsächlich bei Problemen des Magen-Darm-Trakts, bei Blähungen und bei Appetitlosigkeit.

Heilwirkung: Schafgarbe wirkt blutstillend, antibakteriell, entzündungshemmend, gefässtonisierend, krampflösend und gallensekretfördernt. Sie hilft bei durch Krampfadern verursachte Beschwerden, Frauenkrankheiten wie Menstruationsbeschwerden, Allergien, Appetitlosigkeit, Bronchitis, Durchfälle, dyseptischen Beschwerden, Fieber, Grippe, Haut- und Schleimhauterkrankungen, Hitzewallungen, Heuschnupfen, Kreislaufstörungen, Magen-Darmbeschwerden, Parkinson-Krankheit, Schließmuskelschwäche, Schuppenflechte, Zysten und Eisprungschmerzen.